Als Mittagessen oder auch Mittagbrot (vor allem in einigen Regionen Ostdeutschlands gebräuchlich), Schweizerdeutsch und auf österreichischem Deutsch auch Zmittag oder veraltet Dejeuner, bezeichnet man eine in den Mittagsstunden eingenommene Mahlzeit beliebiger Art. Zeitpunkt und Umfang dieses Mittagsmahls sind von kulturellen Gepflogenheiten und individuellen Gewohnheiten geprägt.
 
Die warme, sättigende und oftmals fleischhaltige Hauptmahlzeit des Tages wird mit den dazugehörigen meist kalten Getränken in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Mittagszeit zwischen 11:30 und 14:00 Uhr eingenommen, während am Abend als Abendessen eher eine kalte Speise üblich ist. In anderen Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien wird die Hauptmahlzeit abends eingenommen und ist immer warm, mittags gibt es nur eine kleinere Zwischenmahlzeit.

 

Die warme Hauptmahlzeit des Tages wird in Deutschland üblicherweise zur Mittagszeit eingenommen, während am frühen Abend als letzte Mahlzeit des Tages Brot mit Käse oder Wurst sowie kalte oder warme Getränke üblich sind, das typische Abendbrot. Im bairischen Sprachraum wird von einer Brotzeit gesprochen.
 
Da unter heutigen Gegebenheiten des Arbeitslebens nicht immer eine Kantine zur Verfügung steht, durch die zur Mittagszeit die Versorgung mit einer warmen Hauptmahlzeit möglich ist, ist es mittlerweile Gewohnheit, die warme Hauptmahlzeit des Tages am Abend zu sich zu nehmen. Bis in die 1980er Jahre hinein war es auch im westlichen Deutschland noch üblich, dass der berufstätige Mann zum Mittagessen nach Hause ging, um dort im Kreis der ganzen Familie seine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Im Ostteil (DDR) war fast flächendeckend eine Kantinenversorgung gewährleistet.
 
Heute wird meistens ein entsprechend früheres Arbeitsende vorgezogen. Die zunehmende Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort, veränderte Lebensformen und die immer häufigere Berufstätigkeit beider Lebenspartner führten zu dieser Entwicklung.